Philosophie

Diese Website habe ich von meinen Schülern gelernt

(Frei nach Arnold Schönberg, Vorwort aus „Harmonielehre“, 1911)

Warum ich Schönbergs einleitenden Satz so passend finde für meine Motivation, smart-music-school mit Inhalten zu füllen? Weil ich auf meine Klavierschüler*Innen höre, welche Musik sie lieben, spielen und welche musiktheoretischen Inhalte sie interessiert. Erst durch das Verständnis jener theoretischen Inhalte, einfach erklärt, erschließt sich dem*r Schüler*in ein Weg zur Improvisation und eigenen Kompositionen.

Wortlaut von Arnold Schönberg (kursiv) aus seinem Vorwort:

Dieses Buch habe ich von meinen Schülern gelernt.

Wenn ich unterrichtete, suchte ich nie dem Schüler bloß „das zu sagen, was ich weiß“. Eher noch das, was er nicht wußte. Aber auch das war nicht die Hauptsache, obwohl ich dadurch schon genötigt war, für jeden Schüler etwas Neues zu erfinden. Sondern ich bemühte mich, ihm das Wesen der Sache von Grund auf zu zeigen.

Musikalische Grundlagen, die für das Verständnis von Pop, Jazz und Filmmusik wichtig sind, werden hier erklärt

Darum gab es für mich niemals diese starren Regeln, die so sorgsam ihre Schlingen um ein Schülerhirn legen. Alles löste sich in Anweisungen auf, die für den Schüler so wenig bindend sind wie für den Lehrer. Kann es der Schüler ohne die Anweisungen besser, dann mache er es ohne sie.

Regeln sollte man verstehen, um sie danach zu vergessen!

Aber der Lehrer muß den Mut haben, sich zu blamieren. Er muß sich nicht als der Unfehlbare zeigen, der alles weiß und nie irrt, sondern als der Unermüdliche, der immer sucht und vielleicht manchmal findet. Warum Halbgott sein wollen? Warum nicht lieber Vollmensch?

Dem ist nichts hinzuzufügen 😉

Buch „Harmonielehre“, Arnold Schönberg, 1911