Kategorien

Begriffe

Hier findest Du Erläuterungen der gängigsten Begriffe, die Dir beim  Schreiben und der Analyse von Songs hinsichtlich Ihrer Struktur helfen.

  • Intro, introduction (Engl.)

Ein Intro leitet entweder im Tempo frei oder im Tempo der nachfolgenden Strophe mit sparsamer Instrumentierung in den Song ein. Beispiel „Bohemian Rhapsody“.

„Bohemian Rhapsody“, Freddy Mercury, Queen, 1975, Intro: 0’01 – 0’50
  • Strophe, Vers, verse (Engl.)

Eine Strophe ist dem Refrain in der Regel vorangestellt, hatte in der Form der amerikanischen Musical-Songs (bis ca. 1950, Bsp. „But Not For Me“) einen einleitenden Charakter im Song und wurde zumeist rubato (frei im Tempo) vorgetragen.

„But Nor For Me“, George Gershwin, Judy Garland, 1943, 0’19: verse, ab 1’20: chorus

Ab ca. 1950 wurde der rubato vorgetragene „verse“ für die heute übliche Strophe zumeist weggelassen bzw. im selben Tempo des Refrains vorgetragen. Dennoch gibt es bis heute zahlreiche Songs, die mit einem einleitenden Abschnitt beginnen, der Intro(duction), siehe oben „Bohemian Rhapsody“.

  • Refrain, Chorus (Engl.)

Der Refrain ist der wiederkehrende, sich textlich und zumeist auch klanglich wiederholende Song-Abschnitt, der bei einem Live-Konzert vom Publikum gerne mitgesungen wird. Er zeichnet sich durch eine starke Melodie („hookline„) mit hoher Wiedererkennbarkeit und Einfachheit aus. Beispiel: „The Best“.

„The Best“, Bonnie Tyler, Tina Turner, 1988, Refrain: 1’10 – 1’44
  • Pre-Chorus

Der Pre-Chorus (überleitende Brücke) verbindet die Strophe mit dem Refrain eines Songs. Beispiel „A Natural Woman“.

„A Natural Woman“, Gerry Goffin & Carole King, Aretha Franklin, 1967,
Pre-Chorus: 0’31 – 0’45
  • C-Teil, Engl. Bridge

Die Bridge (kontrastierender C-Teil) erscheint häufig nach dem 2. Refrain eines Songs und führt zumeist zum Refrain zurück. Beispiel „A Natural Woman“. Bei manchen Songs führt die Bridge zu einer weiteren Strophe.

„A Natural Woman“, Carole King & Gerry Goffin , Aretha Franklin, 1967
Bridge: 1’51 – 2’14
  • Schluss, Coda (Engl./Ital.)

Endet ein Song nicht mit dem Refrain oder dem Ausblenden der Mischung (fade-out), dann endet er mit einer Coda. Die Coda umfasst entweder ein paar Takte oder bildet einen kurzen, abschließenden Song-Abschnitt, der eine Zeile des Refrains wiederholt oder einen den Song reflektierenden Text enthält. Anstelle mit Solo- oder Chorgesang versehen, kann die Coda auch aus einem instrumentalen Abschnitt (mit oder ohne Solo eines Instrumentes) bestehen oder wie bei „Your Song“ von Elton John mit dem Intro einen Rahmen bilden.

„Your Song“, Elton John, 1970, Coda: 3’44.

Songanalyse